Das Ende meines Fashionblogs?

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Nach den ersten Veränderungen fragt ihr euch sicherlich: Was kommt als nächstes? Steht das Ende meines Fashionblogs vor der Tür? Habe ich den endgültigen Entschluss gefasst nun von heute auf morgen einfach alles hinzuschmeißen und das modebloggen komplett an den Nagel zu hängen? Heute versuche ich mal ein bisschen Licht ins Dunkle zu bringen und erzähle euch, was das Ganze eigentlich auf sich hat.

Für alle die für Veränderungen ein Stückchen weit blind sind, vielleicht an dieser Stelle ein kleiner Hinweis: Unter meinem Logo finden sich nicht mehr länger die Punkte Fashion, Beauty & Lifestyle. Stattdessen könnt ihr Healthy, Fit, Happy lesen. Und das hat eigentlich ganz einfache Gründe: Mein Blog, das bin ich. Zumindest ist er ein Teil von mir. Wie vieleviele andere Mädchen auch liebe ich Mode, habe eine Schwäche für Handtaschen, Schuhe und Schmuck und mag es natürlich auch in den Spiegel zu sehen und zu denken „wow, das heutige Make Up steht mir aber richtig gut!“. Aber ich kann mich ehrlich gesagt mit dem ganzen Drumherum immer weniger identifizieren.

Wenn ich durch mein Instagram Feed scrolle, sehe ich Hotelzimmer auf deren Betten als Willkommensgeschenke neue Klamotten bereitliegen. Beispielsituation dazu: Eine Freundin von mir berichtet von ihrem letzten Hofaufenthalt während eines Bloggerevents in Berlin. Und ob ihr mir das nun glaubt oder nicht: ich kann darauf gar nicht neidisch sein. Nicht dass ich es sein müsste aber in dem Moment, in dem ich mir vorstelle an ihrer Stelle zu sein, spüre ich einen innerlichen Widerstand. Warum? Nunja. Ehrliches Statement: eine Selbstversorger-Bude wie z.B. eine Ferienwohnung fänd ich viel geiler! 

Ich freue mich natürlich über Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen und Labels… aber ich merke, dass es nicht alles ist. Die Fashionweek letzte Woche habe ich mir gespart. Während ich noch im Januar auf meinen ganzen mitgebrachten Kram aus gefühlten 1000 Goodiebags ziemlich stolz war, ist es für mich einfach mittlerweile anstregend, viele Produkte besitzen. Mittlerweile graut es mir eher davor, Goodies mitnehmen „zu müssen“ weil man ansonsten die Zusammenarbeit mit der Firma vergessen kann. Ich möchte mich – und auch meinen Blog – einfach nicht mehr mit Konsum, Konsum und Konsum überschütten. Das bedeutet nicht dass ich nun absolut nichts mehr annehmen werde und heißt auch nicht dass ich nun nicht mehr mit ausgewählten Unternehmen zusammenarbeite. Aber ich werde definitiv nicht mehr so vieles annehmen wie bisher.

Wie gesagt, ich liebe Mode und ich liebe es, tolle Sachen im Kleiderschrank zu haben. Und ich bin auch dankbar dafür. Aber mir bleiben da andere Dinge zu sehr auf der Strecke. Andere Dinge und Aspekte, die mir in meinem Leben einfach noch viel wichtiger sind. Wenn ich ein Thema wählen müsste über dass ich ausschließlich bloggen dürfte, und es keine Möglichkeit gäbe ein anderes Thema mit einzubringen – nein, es wäre nicht Fashion. Es wäre auch nicht Beauty. Und Lifestyle? Zumindest in diesem Zusammenhang nicht.

Wenn ich durch meine bisherigen Blogbeiträge scrolle, bin ich einerseits sehr stolz, andererseits fehlt mir auch etwas. Und das bin ich. Nein, ich habe bei keinem Event „es war totaaal toll“ geschrieben, obwohl ich es schrecklich fand und auch Sätze wie „ich liebe diese Schuhe“ bekommt ihr nur zu lesen, wenn das wirklich der Fall ist. Ich war immer ehrlich. Aber auch auf eine ganz eigene Art auf Distanz.

Ich möchte nichts schlecht reden, ich bereue nichts was mit dem Bloggen zu tun hat und das soll auch kein endgültiger Fashionblog-Cut sein. Aber es wird anders. Denn wisst ihr was? Es kann doch nicht sein, dass ich euch in einem Outfitpost erzähle warum ich nun was wie für diesen Look kombiniert habe wenn mich eigentlich ganz andere Dinge beschäftigen. Und bewegen. Wenn mir andere Lebensbereiche wichtiger sind. Sie mir mehr bedeuten. Wenn ich mich mit anderen Themen auch nach Jahren noch intensiv beschäftige. Warum soll ich euch eigentlich von der neuen Kollektion von Designerin XY berichten, wenn diese mich zwar auch interessiert aber ich viel lieber meine Energie in Themen wie Fitness, Ernährung, Gesundheit und Persönlichkeit investiere?

Beispielsweise freue ich mich sehr auf das Seminar Die Kunst dein eigenes Ding zu machen von Christian Bischoff, welches im September in Landshut stattfindet.

Nachdem vor kurzer Zeit nun das neue Design kam, wurden auch die Kategorien die ihr oben findet, aktualisiert. Und allein damit geht es mir, ehrlich gesagt, nun schon wesentlich sicher. Und auch wenn ich an dieser Stelle noch sehr viel „Angst vor Ablehnung“ habe, da ich mich ein Stück weit auf ein neues Terrain begebe, möchte ich diesen Schritt gehen.
Möchte über die Bereiche schreiben, mit denen ich mich über die meiste Zeit hinweg beschäftige.
Möchte ehrlich zu mir selbst sein.
Möchte ehrlich zu euch sein.
Möchte Neues, Anderes in Angriff nehmen.
Möchte neue, andere Kooperationen.
Möchte neue, andere Bloggerevents.
Möchte neue, andere Erfahrungen.
Möchte mehr Mina auf Minamia.

1 Comment

  1. 14. August 2015 / 9:16

    Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen! Es gibt doch weitaus wichtigeres als diese ganze materielle Welt. Jeder muss natürlich seinen eigenen Weg finden und schauen, was für ihn das Richtige ist, aber man sollte sich echt nicht von sowas blenden lassen. Ich finde, du hast das Thema echt schön zusammengefasst 🙂

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

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