November Gefühle

November Gefühle

November. Viel Gefühl. Mein Geburtsmonat. Draußen ist es seit ein paar Tagen etwas düster, die Uhren sind bereits umgestellt worden und in den Kaufhäusern findet sich schon die erste Weihnachtsdeko. Draußen fallen die Blätter von den Bäumen. Ich halte kurz inne und lasse die letzten Wochen und Monate Revue passieren. Etwas Melancholie. Aber nicht zu viel. Das gewisse Maß, aus dem anschließend sogar Zufriedenheit wächst. Heute möchte ich mit euch ein paar meiner momentanen Gedanken und Gefühle dazu teilen. 

Wahrscheinlich weiß vor allem meine Familie, dass ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Der auch sehr gerne und viel nachdenkt. Manchmal zu viel. Einerseits. Andererseits bin ich absolut kein Kopfmensch. Lasse mich lieber von meinem Gefühl leiten. Da wo andere Sicherheit brauchen weil ihr Verstand ihnen zuflüstert, da höre ich auf meine Intuition und nehme auch das Risiko in Kauf. Natürlich falle ich damit hin und wieder mal auf die Schnauze. Aber wisst ihr was? Wenn ich die Wahl hätte würde ich lieber stolpern, anstatt auf der selben Stelle stehen zu bleiben.

Genau das lässt sich auch auf meinem Umzug beziehen. Seit letztem Sommer ohne ich nun in Köln, in der Stadt die mich seitdem ich 14 bin, irgendwie angezogen hat. Gerade die letzten Wochen habe ich eine Hand voll Menschen kennengelernt, die mein Leben nochmal zusätzlich bereichern und für die ich sehr dankbar bin. Jetzt wo es draußen schon früh dunkel wird, komme ich im gewissen Maße innerlich etwas mehr zur Ruhe als zuvor. Aber spüre gleichzeitig meine Lebenslust, für die ich bekannt bin, besonders stark. Wenn ich mich auf eins verlassen kann, dann auf meinen inneren Kompass.

Bis vor einem halben Jahr, wusste ich noch nicht was ich von Neuanfängen halten soll. Habe sie irgendwie gehasst und geliebt. Mittlerweile ist der erste Teil weggefallen. Aber auch jetzt verstehe ich dass Neuanfang nicht automatisch bedeutet, dass irgendetwas schlecht gewesen ist. Oder dass nun ab-so-lut alles anders gemacht werden muss als vorher. Menschen verändern sich aber zu einem gewissen Maße bleiben wir auch gleichzeitig alle gleich. Mir ist wichtig, in Verbindung mit mir selbst zu stehen, mit meinen Wünschen und Bedürfnissen. Um nicht im Dunkeln nach ihnen zu suchen zu müssen. Sondern um sie zu fühlen.

Dennoch ist es einfach nur befreiend loszulassen. Denn nur wer los lässt, hat bekanntlich beide Hände frei. Natürlich können wir aus schönen Erinnerungen Energie schöpfen. Aber wir sollten nicht klammernd daran festhalten. Vielleicht ist es ja sogar so, dass wir in unserem Leben eigentlich nur Neuanfänge aneinanderreihen. Mittwoch werde ich 21. Und ich weiß dass dieses Lebensjahr so viel frischen Wind bringen wird, wie es bisher noch nie der Fall war.

Woher ich das weiß?
Nennt es, wie ihr wollt.
Intuition. Herz. Gefühl.

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1 Comment

  1. 15. November 2015 / 17:33

    Schön geschrieben. Bin gespannt was auf dich zukommt :)) Hoffentlich viel Positives!

    Liebst, Charlotte von Come as Carrot

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